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Kurzbericht und Jahresvergleich 2010
Das Jahr 2010 ergab mit 844 aufgefangenen Tieren das schlechteste Ergebnis seit 2003. Es ist nur wenig besser als das erste
zu Beginn der Aufzeichnung im Jahr 2002 (768 Tiere). Nach einzelnen Arten betrachtet, ist die Entwicklung aber uneinheitlich:
- Während der Bestand an Molchen weiter zurückgegangen ist, hat sich der Bestand an Erdkröten gegenüber dem Vorjahr leicht erholt (737 gegenüber 685
Exemplaren).
- Völlig eingebrochen ist das Ergebnis bei den Braunfröschen (Springfrösche und Grasfrösche zusammengezählt): nach 857 Exemplaren in 2009 wurden nur 70
Tiere eingesammelt. Selbst unter Berücksichtigung der in der Grafik erkennbaren Zweijahresschwankung hätten wir – da in anderen Revieren ein ausgesprochen gutes Froschjahr war – mit etwa 400 Tieren
gerechnet. Aufgrund eines am 30. März aufgetretenen Zwischenfalls (über den getrennt berichtet wurde) ist leider davon auszugehen, dass die fehlenden Frösche von unbefugter Seite eingesammelt wurden und
möglicherweise in der Bratpfanne endeten.
- Der bereits in den Vorjahren erkennbare Trend, dass im nördlichen Teil des Zauns mehr Tiere aufgefangen werden, hat sich fortgesetzt. Allerdings ist das
Ergebnis wegen der unbekannten Anzahl verloren gegangener Frösche nur eingeschränkt aussagefähig.
- Auffallend ist der vergleichsweise große Anteil überfahrener Tiere. Die Zahl liegt mit 50 zwar in der Größenordnung der letzten Jahre, ist aber – im
Verhältnis zur Anzahl der geretteten Tiere – mit 5,9% etwa doppelt so hoch als im Vorjahr. Es muss davon ausgegangen werden, dass ein Großteil dieser überfahrenen Tiere diesseits des Schutzzaunes
überwinterte, und es stellt sich daher die Frage, ob der Zaun nicht besser näher entlang der Straße aufgestellt werden sollte.
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