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2006

Im fünften Jahr seit der Inbetriebnahme des Amphibienschutzzauns  an der Kreisstraße K19 von Langenberg nach Hagenbach lagen die Wanderungszahlen erheblich - insgesamt um ein gutes Drittel - unter den Vergleichszahlen der beiden Vorjahre. Wir führen das darauf zurück, dass durch den zweimaligen Kälteeinbruch nach dem Beginn der Wanderung, mit Nachttemperaturen bis zu -10 Grad, viele der bereits aus den Winterquartieren aufgebrochenen Tiere von den strengen Frösten relativ ungeschützt überrascht wurden und erfroren sind.

Der Zaun wurde gegenüber 2005 nur geringfügig verändert. Einen aktualisierten Lageplan können Sie hier abrufen.

Die Ergebnisse der täglichen Zählung aller geretteten Tiere im Überblick:

                                                                                                                              

Datum

EK

SF

GF

WF

BM

FM

So

Summe

17.02.

56

20

1

0

0

0

0

77

18.02.

5

0

0

0

0

0

0

5

19.02.

3

1

0

0

1

1

0

6

20.02.

10

3

0

0

1

0

0

14

21.02.

20

3

3

0

4

0

0

30

22.02.

4

0

0

0

3

0

0

7

23.02.

0

0

0

0

1

0

0

1

09.03.

9

110

8

0

0

0

0

127

10.03.

92

50

2

0

8

2

0

154

11.03.

4

2

0

0

7

3

0

16

20.03.

2

1

0

0

0

0

0

3

21.03.

27

43

13

0

0

0

0

83

22.03.

78

43

30

0

13

8

0

172

23.03.

4

1

10

0

11

4

0

30

24.03.

0

0

0

0

2

0

0

2

25.03.

321

1

14

0

20

8

0

364

26.03.

486

8

7

1

31

11

0

544

27.03.

212

1

0

1

8

1

0

223

28.03.

110

3

0

13

10

0

0

136

29.03.

45

0

5

0

3

0

0

53

30.03.

13

0

0

0

1

0

0

14

31.03.

14

7

4

0

1

1

0

27

01.04.

6

0

1

0

4

0

0

11

02.04.

1

0

0

0

2

0

0

3

Gesamt

1522

297

98

15

131

39

0

2102

An allen in der Tabelle  nicht ausgewiesenen Tagen (24.02. bis 08.03. und 12.03. bis 19.03.2006) gab es keine Wanderung.
EK = Erdkröten,  SF = Springfrosch, GF = Grasfrosch, WF = Wasserfrosch (kleiner Wasserfrosch und Teichfrosch zusammengefasst),
BM = Bergmolch, FM = Fadenmolch. Für die Rubrik “Sonstige” (in 2005 wurden hier Teichmolche erfasst) gab es keine Funde.

Mit insgesamt 2102 Exemplaren wurde das Ergebnis des Vorjahres (3179 Exemplare) um ein Drittel unterschritten, was vermutlich zum Teil schon am trockenen Sommer 2005 liegen kann - viele Tiere haben den Winter möglicherweise gar nicht mehr erlebt. Die meisten Verluste führen wir aber auf die zwei Frostperioden während der Wanderungsphase zurück. Als absolut ungewöhnliches, noch nie zuvor beobachtetes Ereignis ist zu berichten, dass in einem einzelnen Eimer, der in wenigen Metern Abstand von einem großen Waldameisenhaufen eingerichtet worden war, wiederholt Springfrösche (nur diese eine Art) tot aufgefunden wurden, die völlig unverletzt aussahen, an denen sich aber jeweils mehrere Waldameisen verbissen hatten. Wir haben dafür keine andere Erklärung dafür als die, dass Ameisensäure für Springfrösche unter den gegebenen Umständen (Kälte, Nahrungsmangel, Stress) in größeren Mengen tödlich wirken kann.

Die in den vergangenen Jahren an dieser Stelle abgebildeten Grafiken können Sie sich - in besser lesbarer Qualität - über die nachstehenden Links anzeigen lassen und ggf. auch herunterladen:

 

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