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Rückblick: 2005

Im nunmehr vierten Jahr in Folge wurde an der Kreisstraße K19 von Langenberg nach Hagenbach, nördlich und südlich der Einmündung der Straße von Büchelberg, auch in 2005 der Amphibienschutzzaun angelegt, um die Amphibien auf dem Weg aus ihren Winterquartieren im Bienwald zu ihren Laichplätzen im Naturschutzgebiet Ried-Ried vor dem Unfalltod auf der K19 zu bewahren. Durch den etwa 40cm hohen Amphibienzaun werden die Kröten, Frösche und Molche in den entlang des Zaunes eingegrabenen Eimern aufgefangen, in täglichen Kontrollen eingesammelt und über die Straße zu ihrem Laichgewässer im Naturschutzgebiet gebracht.

Der Zaun wurde gegenüber den Vorjahren geringfügig verändert: am Nordende wurde entsprechend der Erfahrungen aus 2004 ein Stück verlängert, aber immer noch nicht genug: an beiden Enden des Zauns und auch im Kreuzungsbereich kam es erneut zu erheblichen Verlusten.

Das nebenstehende Bild zeigt den aktualisierten Lageplan.

Auch in diesem Jahr wurden die Amphibien infolge der milden Witterung bereits Anfang Februar aktiv, sie wurden dann aber durch den Frosteinbruch Mitte Februar wieder gestoppt. In den vier Tagen vom 11. bis 14. Februar wurden etwa 240 Tiere eingesammelt, davon waren fast die Hälfte Springfrösche. Danach kam die Amphibienwanderung durch den Schneefall, die lange Frostperiode und die anschließende Trockenheit ganze vier Wochen lang völlig zum Erliegen.

Erst am 13. März ergab die von Mitgliedern des NVS durchgeführte Kontrolle wieder Funde - genau am selben Tag wie im Jahr 2004, - und in den folgenden Tagen kam es dann ganz dick: am Freitag, den 18. März, konnten wir mit insgesamt 763 Tieren einen neuen Tagesrekord verzeichnen. Für die Kinder der Klasse 1a der Hainbuchenschule Hagenbach, die an diesem Freitag mit “im Einsatz” waren, war die Aufregung groß, denn jedes bekam Erdkröten, Frösche und Molche in noch nie dagewesener Menge in die mitgebrachten Trageeimer, mit denen die Tiere zum Laichgewässer gebracht wurden.                                                                                                                                   Abb. 1: Lageplan 2005

Datum

Em

Ew

SF

GF

WF

BM

FM

So

EK

Summe

11.02.

8

0

28

3

0

0

0

0

8

39

12.02.

35

2

14

0

0

1

1

0

37

53

13.02.

47

8

69

20

0

0

3

1

55

148

14.02.

1

0

0

0

0

0

0

0

1

1

13.03.

7

0

111

14

0

0

0

0

7

132

14.03.

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

15.03.

11

2

2

1

0

0

0

0

13

16

16.03.

46

42

47

14

0

4

0

0

88

153

17.03.

255

105

87

23

4

40

14

0

360

528

18.03.

350

195

87

53

0

55

23

0

545

763

19.03.

286

148

92

16

0

17

14

0

434

573

20.03.

185

69

30

32

1

29

25

0

254

371

21.03.

38

26

10

1

0

5

3

0

64

83

22.03.

19

4

2

8

0

0

0

1

23

34

23.03.

62

18

11

25

5

28

8

0

80

157

24.03.

17

7

6

7

3

7

5

0

24

52

25.03.

4

8

11

2

1

7

1

6

12

40

26.03.

0

0

0

1

1

8

3

0

0

13

27.03.

0

1

1

0

0

9

2

0

1

13

28.03.

0

0

0

0

0

6

3

0

0

9

29.03.

0

0

0

0

0

1

0

0

0

1

   Summe

1371

635

608

220

15

217

105

8

2006

3179

Abb. 2: Arten je Tag (an den in der Tabelle  nicht ausgewiesenen Tagen vom 15.02. bis 12.03.2005 gab es keine Wanderung).
Die Erdkröten wurden nach Geschlecht getrennt erfasst (Em = männlich, Ew = weiblich, EK = Gesamt). SF = Springfrosch,
GF = Grasfrosch, WF = Wasserfrosch, BM = Bergmolch, FM = Fadenmolch. Unter “Sonstige” (So) sind Teichmolche erfasst.

Wie schon in den vergangenen Jahren wurden die Funde jedes Tages detailliert aufgezeichnet. Mit insgesamt 3179 Exemplaren wurde das Ergebnis des Vorjahres (3602 Exemplare) beinahe wieder erreicht, wobei Erdkröten und Springfrösche in etwa unverändert sind, bei Grasfröschen und Bergmolchen aber ein deutliches Minus zu verzeichnen ist: mit 220 wurden nur etwa halb so viele Grasfrösche gezählt wie 2004 (407), und Bergmolche gab es etwa ein Drittel weniger (217 gegenüber 310 in 2004). Die nach Geschlechtern getrennte Erfassung der Erdkröten ergab, dass in diesem Revier auf jedes Weibchen im statistischen Durchschnitt etwas mehr als 2 Männchen kommen.

Nachfolgend sind die bisherigen Wanderungsverläufe nach Kalendertagen und Anzahl je Art grafisch gegenüber gestellt. Zur optischen Verdeutlichung des Anstiegs der Anzahl geretteter Exemplare wurden alle vier Jahre im gleichen Maßstab dargestellt, wodurch aber - besonders im ersten Jahr - die Ablesbarkeit der Ergebnisse erschwert wird. Die genauen Zahlen jedes Jahres sind jedoch in den Seiten von den zurückliegenden Jahren noch nachzulesen.

Ergebnisse 2002 - 2005 im Vergleich WEB

 

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