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Das Feuchtbiotop in der Nähe der Hardtmühle zählt zu den ältesten Projekten der NVS Ortsgruppe Kandel. Neben den jährlich wiederkehrend durchzuführenden Pflegemaßnahmen war für die neue Saison ein größerer Eingriff
erforderlich: der obere Weiher drohte infolge einer überdüngten Nachbarwiese zu verlanden. Absterbende Wasserpflanzen und Algen setzten sich als
sauerstoffloser Schlamm ab. Dieser als Lebensraum nicht mehr geeignete, schwarze, im Kontakt mit Luft übel riechende Bodensatz wurde mit einem Bagger herausgehoben und entsorgt.
Bei dieser Gelegenheit wurde der Weiher etwas vertieft und ausgeweitet, und die Uferzonen wurden neu modelliert.
Die letzte Erhebung ergab eine große Anzahl von Kammmolchen (FFH-Art), Teichmolchen und Bergmolchen. Ausserdem laichten darin Erdkröte,
Springfrosch, und Grasfrosch. Wiederholt sind einige rufende Laubfroschmännchen (FFH-Art) zu hören gewesen. Wir rechnen auch mit dem Auftauchen der Wechselkröte, die schon im letzten Jahr festgestellt wurde.
An besonderen Pflanzen haben wir die Schwanenblume festgestellt.
Die Maßnahme hat sich also gelohnt. Wir danken der Firma Gaudier, Kandel, für die fachgerechte Baggerarbeit.
Man kann sagen: es hat sich für den Artenschutz gelohnt. Vielleicht geht auch die eine oder andere Spende ein ...? Konto Nr. 21402 bei der Sparkasse Germersheim-Kandel, BLZ 548 514 40.
An der Stelle, an der auf dem obigen Foto der Bagger steht, wurde noch eine Trockenmauer aus Sandsteinen aufgebaut. Sie ist südexponiert, hat also den ganzen Tag Sonne, was den
wärmeliebenden Tierarten und Insekten entgegenkommt. Die Mauer wurde mit Versteck- möglichkeiten und Nischen ausgestattet, sodass auch ein Vogel darin brüten könnte. Noch während der Abschlussarbeiten an der Mauer
wurde diese bereits von mehreren Mauereidechsen inspiziert, so dass wir sehr gespannt sein können, was sich da alles niederlassen wird.
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